Cybergrooming ist manipulativ und leise. Hier erfahren Sie, wie Täter denken und wie Sie Warnsignale erkennen.
Stellen Sie sich einen Spielplatz vor. Ein Mann sitzt auf einer Schaukel. Er geht nicht zu den Kindern. Er bietet keine Süßigkeiten an. Er wartet einfach.
Irgendwann wird ein Kind neugierig. Warum sitzt der Erwachsene da? Das Kind nähert sich. Der Mann lächelt freundlich, aber unverbindlich. Vielleicht macht er eine lustige Bemerkung. Das Kind lacht.
Das Perfide: Das Kind hat das Gefühl, den Kontakt initiiert zu haben. Es fühlt sich sicher, weil es "die Kontrolle" hatte. Der Täter hat nur den Raum geschaffen, in den das Kind hineingetreten ist.
Im Internet ist es ähnlich: Täter erstellen Profile, die interessant wirken (z.B. als "YouTuber", "Mentor" oder "trauriger Teenager"). Sie warten, bis Kinder reagieren. So umgehen sie die natürliche Vorsicht ("Geh nicht mit Fremden mit"), denn das Kind denkt: "Ich bin ja zu ihm gegangen."
Täter (und Jugendliche) nutzen Emojis oft zweideutig:
Vermeiden Sie Verhöre ("Was machst du da??"). Zeigen Sie echtes Interesse.
Technik ersetzt keine Erziehung, aber sie hilft.