Didaktischer Leitfaden für Kita, Grundschule (Klasse 1 und 2) und Förderschule. Direkt entwickelt an der Original-Geschichte aus dem Flauschwald: Über die Kuschelregel, das Zwicke-Zwacke-Spiel von Onkel Borst, die Kribbel-Wolke im Bauch, den selbstgebastelten Mut-Ball und das starke Wort NEIN.
Die Kuschelregel, Onkel Borsts Zwicke-Zwacke-Spiel, kollektives Limi-Memory am Smartboard und das laute NEIN.
Schlechte Geheimnisse auflösen, die Kribbel-Wolke im Bauch erforschen und digitales Schutztraining auf der Insel der Avatare.
5 Stationen: Lesereise, Detektiv-Memory, Gaming-Labor, Mut-Ball-Werkstatt und feierliche Verleihung des Superhelden-Diploms.
Die Kernthemen aus dem Original-Buch (Fiona Harms, 48 Seiten)
Kinder erleben Grenzüberschreitungen im Alltag selten durch fremde Bedrohungen von außen, sondern fast immer im nahen Umfeld: getarnt als Kitzeln, Raufen oder vermeintlich lustiges Spiel. Das Buch „Limi lernt nein zu sagen“ packt genau dieses Dilemma an der Wurzel: Onkel Borst, das stachelige Tier, zwickt und zwackt Limi in den Bauch. Limi kichert zunächst mit („Hör auf, das kitzelt zu doll!“), spürt aber ein kaltes, kribbeliges Gefühl im Bauch und bekommt Angst vor dem heimlichen Zwicke-Zwacke-Geheimnis.
Die Handreichung greift Fionas Geschichte exakt auf: Kinder lernen, dass Lachen bei Kitzeln ein Reflex ist, kein Einverständnis. Sie begreifen ihr Bauchgefühl als Superhelden-Radar, trauen sich den Mut zum Reden zu und erfahren, wie befreiend Mama-Limis Schutzreaktion ist: „Limi hat Nein gesagt. Und das bedeutet Nein.“
1 Unterrichtsstunde: Einstieg in Körpergrenzen anhand der Flauschwald-Geschichte
Vertiefte Doppelstunde mit Buch-Vertiefung, Kribbel-Wolken-Malen und digitalem Transfer
5 rotierende Stationen im Stationslauf: Vom Zwicke-Zwacke-Spiel zum Club der mutigen Nein-Sager
Der Projekttag eignet sich perfekt für Projekttage zur Gewaltprävention, Medienkompetenztage oder Aktionstage der Schulsozialarbeit. Die Klasse wird in 4 bis 5 Kleingruppen eingeteilt und durchläuft die Stationen im Rotationsprinzip (je ca. 35 Minuten).
Gemeinsames Lesen der Geschichte mit Rollenverteilung (Limi, Papa, Mama, Onkel Borst). Die Kinder markieren im Text die Stelle, an der Limis Bauchweh anfängt und an der Mama-Limi eingreift.
Am Tablet oder Laptop spielen die Kinder im Duell-Modus Limi Memory. Wer ein Kartenpaar findet, liest den Schutz-Satz laut vor und erklärt, wie er im echten Leben schützt.
Praxis-Training auf der Insel der Avatare. Die Kinder testen den Radar-Scan bei fremden Profilen und lernen, dass Geschenke oder Geheimnisse im Spiel immer ein Warnsignal sind.
Jedes Kind bastelt seinen eigenen Limi Mut-Ball aus Luftballon und Reis nach der Original-Anleitung (Buch Seite 40 bis 42). Alternativ werden die Super-Mut-Kekse in Schutzschild-Form gebacken oder verziert.
Die gesamte Klasse kommt im Kreis zusammen. Gemeinsames Anhören oder Mitsingen des Limi-Songs per QR-Code (Buch Seite 48). Sprechen des gemeinsamen Schlusssatzes im Stehen:
Feierliche Übergabe des ausgefüllten Superhelden-Diploms (Kopiervorlage 5) durch die Lehrkraft. Den Kindern wird der Elternbrief mit nach Hause gegeben.
Exakt auf die Buchinhalte abgestimmt: Für den direkten Ausdruck auf DIN A4 optimiert. Einfach oben auf „Drucken / Als PDF speichern“ klicken.
„Manchmal hat Limi ein komisches Gefühl im Bauch. Es ist wie eine Kribbel-Wolke, die uns warnt. Wie sieht dein Bauchgefühl aus?“ (Buch Seite 38)
Male hier deine eigene Kribbel-Wolke: Welche Farben passen zu deinem Alarm-Gefühl (kalt, kribbelig, Wackelpudding)? Und welche Farben passen zu Geborgenheit und Stärke?
Limi wusste: Mama-Limi hört immer zu und hilft. Welche drei Erwachsenen sind in deinem Schutz-Team, wenn ein Zwicke-Zwacke-Spiel oder ein schlechtes Geheimnis auf deinem Magen drückt?
Hiermit wird
feierlich zum Mitglied im Club der mutigen Nein-Sager ernannt!
Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,
in den vergangenen Tagen haben wir uns gemeinsam mit dem Buch „Limi lernt nein zu sagen“ (von Fiona Harms, Schutzschild Verlag) beschäftigt. Die Geschichte vom kleinen flauschigen Limi aus dem Flauschwald sensibilisiert Kinder einfühlsam und ohne Angst für das eigene Bauchgefühl und das Setzen starker Grenzen.
Nehmen Sie das „Stopp“ oder „Nein“ Ihres Kindes beim Kuscheln, Kitzeln oder Raufen ernst und hören Sie sofort auf. So erlebt Ihr Kind die gleiche stärkende Erfahrung wie Limi: Wer Nein sagt, wird gehört! Sprechen Sie außerdem über den selbstgebastelten Mut-Ball, den Ihr Kind aus der Schule mitgebracht hat.